Mitwirkende
Isabelle Lehn,
Sascha Macht,
Katja Stopka,
Claudius Nießen
Buchpräsentation von »Schreiben lernen im Sozialismus« – der ersten Monographie zum Institut für Literatur »Johannes R. Becher«, erschienen im Wallstein-Verlag. Ein Gespräch mit den Autor*innen Isabelle Lehn, Sascha Macht und Katja Stopka. Moderiert von Claudius Nießen.
In dem Buch geht es um die Geschichte der einzigen staatlichen Schriftstellerhochschule in der DDR und ihrer Funktion und Bedeutung im literarischen Raum der DDR. Das Leipziger Institut für Literatur »Johannes R. Becher« ist eine Schlüsselinstitution der DDR-Literaturhistorie. 1955 in der DDR gegründet, wurden hier unter den Bedingungen einer normativ dominanten Herrschaftsstruktur Prozesse und Formen des literarischen Schreibens gefördert und vermittelt. Knapp 1000 Absolventen, darunter einige später namhafte DDR-Autoren (Werner Bräunig, Adolf Endler, Rainer und Sarah Kirsch, Erich Loest, Fred Wander), wurden am Becher-Institut zwischen 1955 und 1993 literaturpädagogisch und intellektuell sozialisiert. Die Fäden von fast vierzig Jahren Literaturgeschichte der DDR laufen an einem Ort zusammen, wo ideologische Doktrin, künstlerischer Auftrag und das Streben nach ästhetisch-poetischen Freiräumen im konfliktträchtigen Widerspruch standen.